Willem Strank bedient bei den Hitchhikers of Jazz Klavier, Flügel oder Keyboard Hauptsache, Tasten sind vorhanden! Sein musikalischer Werdegang, der ursprünglich mit einer klassischen Ausbildung auf der Violine (die er seither für diverse andere Spielarten ge- und missbraucht hat) begann, fand sich rasch vom improvisativen Spiel bestimmt, sobald er autodidaktisch das Klavier- und später auch das Gitarrenspiel erlernte. Auch dem Gesang war er, nebenher immer wieder sowohl am Songwriting als auch an Kompositionen arbeitend, von Anfang an zugetan. In diesem Zusammenhang versuchte er sich als Sänger der Rockband Cold Beef (2000-2003) und als Sänger und Gitarrist eines mehrfach umbenannten Gitarrenduos (1999-2002), das sich den Songs von Dave Matthews widmete. Der Reiz der Spontaneität führte ihn jedoch mehr oder weniger direkt zum Jazz zurück, dem er seit nunmehr mehr als zehn Jahren die Treue hält.

Willem Strank im Statt-Café Kiel

 
 

Er versuchte sich fortan in allen möglichen Stilrichtungen, spielte Swing und New Orleans Jazz als Pianist der Schul-Bigband des Thor-Heyerdahl-Gymnasiums (2000 bis 2002), unternahm solistische Ausflüge in die Welt des Bar-Jazz als Pianist der Prosecco-Bar im kleinen Herzog und zu diversen anderen Anlässen (2001 bis 2003), gründete 2003 die New Bop-Band Aron Sayed Quintett, mit der er sich in verschiedenen Stilen von Bebop über Cool Jazz und Mod Jazz bis hin zu Modern Jazz und Post Bop versuchte, und spielte zuvor gelegentlich in kleinerer Besetzung bei kurzlebigen Free Jazz-Projekten mit. Von 2007 bis 2009 spielte er in der Swing- und Cool-Formation Blue Water Jazzband, wo er die anderen Hitchhiker Roland Otto und Wolfgang Biesterfeld kennenlernte. Mit Wolfgang spielt Willem seit 2008 zudem in einem modernen Kammerjazz-Duo (Wolfgang Biesterfeld & Willem Strank), das vor kurzem seine erste CD Tender Mercies veröffentlicht hat. Das jüngste Projekt von Willem sind die Ostgoten vor New Orleans, die sich einer Mischung aus Fusion und Funk Jazz widmen.

 
 

Willem Strank im Jedermanns Lübeck
im Oktober 2007

Willem liebt es, die Übergänge zwischen Tradition und Moderne, zwischen Arrangement und Improvisation und zwischen Tonalität und Atonalität fließend zu gestalten. Seine Liebe galt dabei stets sowohl klassischer melodischer Schönheit als auch den freiesten, wildesten und spontansten Jazzformen, was man auch an der Liste seiner Vorbilder Charlie Parker, John Coltrane, Cecil Taylor, Wayne Shorter, Ornette Coleman, David Murray und John Zorn z.B. - erkennen kann.